Folgen von K.O.-Tropfen-Missbrauch

In der Regel können sich die Betroffenen nur bruchstückhaft an das erinnern, was passiert ist. Sie finden sich möglicherweise an einem unbekannten Ort wieder oder auch in ihrer Wohnung, ohne zu wissen, wie sie dorthin gelangt sind. Sie weisen vielleicht Verletzungen auf, haben Schmerzen oder haben das Gefühl, dass etwas Merkwürdiges passiert ist. Möglicherweise behaupten angebliche Freunde oder Bekannte, dass die Frau freiwillig mitgekommen und es zu einem einvernehmlichen Sexualkontakt gekommen sei.


Viele Frauen zweifeln an den wenigen Erinnerungen die sie haben, trauen ihrer eigenen Wahrnehmung nicht oder geben sich selber die Schuld, zumal wenn sie alkoholisiert waren. Sie befürchten, dass ihnen niemand glauben wird, schämen sich und sind sehr verunsichert, da es keine deutlichen Erinnerungen gibt. Auch wenn ein sexueller Übergriff nicht oder nicht vollständig erinnert wird, können betroffene Frauen eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung ausbilden.

Es zeigen sich dann typische Symptome einer traumatischen Erfahrung wie z.B. Schlafstörungen, ständig „unter Strom“ stehen, Schreckhaftigkeit, Albträume etc. Daher schweigen viele Frauen über ihre Befürchtungen. Jedoch könnte es helfen, mit einer anderen Person darüber zu sprechen oder professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.