Einladung zur Filmvorführung

 

Der Frauennotruf Worms zeigt

 

Mittwoch, den 11. Januar 2017 um 19 Uhr
in der Kinowelt Worms, Wilhelm-Leuschner-Straße 20, 67547 Worms


den Dokumentarfilm
Qualia

 

"Nadja findet keine Worte für den Schmerz, der ihr angetan wurde. Trotzdem redet sie darüber: über die Unbeschreiblichkeit ihres Seins, über das Vergangene im Jetzt und die Suche, nach einem Blick darüber hinaus.
Der Film begleitet die junge Frau auf ihren Weg der Aufarbeitung. Einem alltäglichen Kampf zwischen Verdrängung und Strategie, Emotion und Kontrolle. Der Suche nach Antworten auf Fragen, die weit zurück liegen doch stets von drückender Präsenz sind. Wir tauchen tief ein, in eine Familienstruktur, in der über Generationen Missbrauch und Gewalt zur Tagesordnung gehörten. Doch diesen Kreislauf hat Nadja durchbrochen."

 

Der Eintritt ist frei. Wir würden uns über Ihr kommen sehr freuen!

Hier finden Sie den Flyer und hier die Website.

 

 

 

 

Pressemitteilung

 

Superheldin gegen Gewalt

Frauennotruf Worms startet inklusive und barrierefreie Kampagne

 

„Wünschst du dir manchmal eine Superheldin, die Gewalt gegen Frauen verhindert? Die immer zur Stelle ist, wenn einer versucht, eine Frau zum Sex zu zwingen. Eine Superheldin, die schlagende Männer und Väter aufhält?“, wird im Kurzfilm Superheldin gegen Gewalt gefragt.

 

Der Film als Kernstück der Kampagne, die der Frauennotruf in der Woche zum internationalen Tag gegen Gewalt startet, erklärt in verschiedenen Sprachen, auch in Gebärdensprache, was Gewalt ist, welche niedrigschwellige Hilfe es für Frauen und Mädchen gibt und wo sie sich hinwenden können. Unter www.superheldin-gegen-gewalt.de sind zudem schnell und einfach regionale Beratungsstellen zu finden.

 

Ziel der Kampagne ist es, Betroffene und Unterstützungspersonen zu ermutigen, sich Unterstützung zu suchen. „Die Kampagne richtet sich besonders an Mädchen und Frauen mit Migrationsgeschichte, Fluchterfahrungen oder Behinderung“, so Sibylle Weber vom Frauennotruf. „Denn noch immer wissen viele nicht, welche Angebote die Fachberatungsstellen machen. Manche Frauen haben auch das Gefühl, dass ihr Problem nicht ‚schlimm genug‘ ist, um sich an eine professionelle Stelle zu wenden.“

 

Ambulante Beratung hilft. Das belegen wissenschaftliche Studien. „Dennoch ist es für manche Mädchen und Frauen schwer, Hilfe bei Gewalt zu finden. Etwa, wenn sie nicht deutsch sprechen oder ihnen Informationen fehlen, wo sie sich hinwenden können. Da setzt die Kampagne Superheldin gegen Gewalt an“, ergänzt Regina Mayer. „Wir wollen viele Frauen und Mädchen über ganz unterschiedliche Wege mit der Botschaft erreichen: Gewalt ist nie in Ordnung. Du bist nicht alleine und es gibt Stellen, die dich nach Übergriffen unterstützen und wir verurteilen jede Gewalt an Mädchen und Frauen.

 

Zur Verbreitung des Films werden öffentlichkeitswirksame Materialien verteilt, darunter Aufkleber, Infokärtchen (auch in Brailleschrift), ein Film-Booklet und Display-Cleaner für Smartphones. Der Film wird auch in einigen gynäkologischen Praxen im Wartezimmer gezeigt. „Am meisten hoffen wir aber, dass Mädchen und Frauen sich über Social Media gegenseitig über die Möglichkeit der Unterstützung informieren und finden, sie alle sind Superheldinnen“, wünscht sich Sibylle Weber.

 

Der Kurzfilm und weitere Informationen zur Kampagne Superheldin gegen Gewalt sind auf www.frauenzentrumworms.de oder www.superheldin-gegen-gewalt.de zu finden.

 

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an den Frauennotruf Worms Tel. 06241-6094 oder per E-Mail an notruf@frauenzentrumworms.de

 

Pressemitteilung

 

Nein heißt nein! Paradigmenwechsel im Sexualstrafrecht

 

 

Gemeinsam mit dem Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff), begrüßt die Landesarbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe Rheinland Pfalz die am 7. Juli vom Deutschen Bundestag verabschiedete Reform des Sexualstrafrechts, in dem fortan der Grundsatz „Nein heißt nein“ verankert ist. Diese Reform stellt einen deutlichen Paradigmenwechsel dar. Nicht mehr eine Nötigung ist Voraussetzung für die Strafbarkeit eines sexuellen Übergriffs, sondern entscheidend ist der Wille der Betroffenen. Damit ändert sich ganz grundlegend die bisherige Auffassung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung im Gesetz.

 

Bisher waren sexuelle Handlungen an einer Person nicht strafbar, wenn diese nur verbal ihren entgegenstehenden Willen deutlich gemacht hatte. Für eine Strafbarkeit mussten zum Beispiel eine Drohung oder das Anwenden von Gewalt hinzukommen. Der bff hatte bereits 2014 in einer Fallanalyse anhand von Zitaten aus Verfahrenseinstellungen die Schutzlücken im Sexualstrafrecht beschrieben („Was Ihnen widerfahren ist, ist in Deutschland nicht strafbar“: Fallanalyse).

 

Künftig kommt es für die Strafbarkeit einer Vergewaltigung nicht mehr darauf an, ob Gewalt angewendet wurde oder die Betroffene sich körperlich gewehrt hat. Entscheidend ist, dass der Täter sich über den erkannten Willen der Betroffenen hinweggesetzt hat.

 

„Damit sind auch die Anforderungen der Istanbul-Konvention erfüllt, die ganz klar die Strafbarkeit aller nicht-einverständlichen sexuellen Handlungen fordert“, sagt Katja Grieger, Geschäftsführerin des Bundesverbands Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff). Mit der Verabschiedung des reformierten Sexualstrafrechts kann dieses wichtige Menschenrechtsabkommen von Deutschland ratifiziert werden. Kritisch bewertet wird hingegen die erst kurzfristig bekannt gewordene Ergänzung, dass mit der Gesetzesänderung auch Ausweisungen erleichtert werden sollen. „Das Ausländerrecht ist nicht der richtige Ort, um sexuelle Gewalt zu sanktionieren“, sagt Katja Grieger vom bff. „Bei sexueller Gewalt haben wir es mit einem gesamtgesellschaftlichen Problem zu tun, das alle betrifft, unabhängig von ihrer Herkunft“, so Grieger weiter. Der bff befürchtet negative Auswirkungen auf die Anzeigebereitschaft von Betroffenen. Sie werden einen Täter ohne deutschen Pass möglicherweise nicht anzeigen, wenn dadurch seine Ausweisung droht. Gemeinsam mit dem bff wird die Landesarbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz die Umsetzung des reformierten Sexualstrafrechts kritisch begleiten.

 

V.i.S.d.P.: Silvia Zenzen/ bff
Der bff ist der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe. Er leistet Aufklärung, Sensibilisierung, Fortbildung und Politikberatung zum Thema Gewalt gegen Frauen und vertritt mehr als 170 ambulante Fachberatungsstellen aus dem gesamten Bundesgebiet. In Deutschland erlebt ca. jede 7. Frau mindestens einmal in ihrem Leben sexualisierte Gewalt. Höchstens 15% der Taten werden angezeigt, weniger als 10% davon verurteilt. Fallanalyse zur Beschreibung der Schutzlücken im Sexualstrafrecht: Fallanalyse
Kontakt: presse@bv-bff.de; Telefon: 030-32299500, www.frauen-gegen-gewalt.de

Mitfrauenversammlung von Warbede Frauenzentrum Worms e.V. Vorstandsfrauen sind ein gutes Team

 

Am 11. Mai 2016 fand die jährliche Mitfrauenversammlung von Warbede Frauenzentrum Worms e.V. statt. Neben den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen berichteten auch die ehrenamtlichen Vorstandsfrauen vom vergangenen Jahr. „Wir haben das 25. Jubiläum erfolgreich gemeistert und die Arbeit der letzten Jahre gewürdigt“, so Mandy Heymann, die sich seit 2015 für den Verein engagiert.


Auf der Mitfrauenversammlung wurde eine Satzungsänderung beschlossen. Mareike Ott, seit 2013 Vorstandsfrau, kommentiert: „Die Zustimmung des Amtsgerichts vorausgesetzt, haben wir mit der neuen Satzung und der Geschäftsordnung, die bereits im vergangenen Jahr beschlossen wurde, eine zeitgemäße Grundlage für die Arbeit der kommenden Jahre geschaffen.“


Mandy Heymann und Mareike Ott sind noch bis 2017 im Amt. Frauen, die dem Verein beitreten möchten oder sich sogar vorstellen können, sich als Vorstandsfrau zu engagieren, können sich im Warbede Frauenzentrum melden.

 

Vorstandsfrauen des Warbede Frauenzentrum e.V

Bildunterschrift: Engagieren sich als Vorstandsfrauen für das Warbede Frauenzentrum e.V.: Mareike Ott (l.) und Mandy Heymann (r.)

WenDo - Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen


Der Frauennotruf veranstaltet einen Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs für Frauen ab 18 Jahren.

 

Der Kurs findet von Freitag, 17.06.2016 (18.00 – 21.00 Uhr) bis Samstag, 18.06.2016 (10.00-17.00 Uhr) statt. Die Teilnahme kostet 10-50 Euro - der genaue Betrag erfolgt je nach Selbsteinschätzung.

 

Anmeldung und weitere Informationen unter Tel.: 06241/412595 oder warbede@frauenzentrumworms.de.

 

Jede Frau kann diesen Selbstbehauptungskurs besuchen. Dazu sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Einfach Jede ist Willkommen.


Hier können Sie den Flyer herunterladen.

 

Die Teilnehmerinnenzahl ist beschränkt. Die Veranstalterinnen bitten um eine frühe Anmeldung. Anmeldeschluss ist der 01.06.2016. 

Sexuelle Übergriffe – ein Thema für die Schule?!
Fortbildung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt an Schulen

Der Frauennotruf Worms bietet auch in diesem Jahr eine Fortbildung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt für LehrerInnen und SchulsozialarbeiterInnen an.


LehrerInnen  und SchulsozialarbeiterInnen können gute Aufklärungsarbeit über sexualisierte Gewalt leisten und sind oftmals die ersten Ansprechpersonen für betroffene SchülerInnen. Neben Informationen über Prävalenz, Formen und mögliche Folgen werden LehrerInnen und SchulsozialarbeiterInnen für Gefühle sowie Handlungsweisen und Ressourcen Betroffener sensibilisiert. Darüber hinaus werden Handlungskompetenzen eingeübt und gleichzeitig die Wahrnehmung eigener Grenzen geschult. Ziel der Fortbildung ist ein sensibilisierter Blick auf das Thema Sexualisierte Gewalt, der einen vorurteilsfreien und angemessenen Umgang mit Betroffenen  fördert.


Die Fortbildung findet am 3. November 2016 von 10-16 Uhr im Warbede Frauenzentrum Worms statt. Referentin ist Monika Raab vom Frauennotruf Ludwigshafen.


Anmeldung und weitere Informationen unter 06241/6094 oder notruf@frauenzentrumworms.de

Nein heißt Nein
Ihre Stimme für einen umfassenden Schutz der sexuellen Selbstbestimmung




In den letzten Wochen wurden die sexualisierten Angriffe in Köln und anderswo breit diskutiert. Wenn sich der mediale Blick wieder auf andere Geschehnisse richtet, wird es leider sein wie immer – auch nach den Angriffen auf Frauen in Indien, Ägypten, nach der Debatte um Kachelmann und Strauß-Kahn usw. – die Debatte (um sexualisierte Gewalt) wird verebben. Für die rassistische Debatte können wir das nur hoffen.

Ein Großteil der angezeigten sexualisierten Übergriffe wird juristisch nicht verfolgt werden können, selbst wenn einzelne Täter gefasst werden.

Ein modernes zeitgemäßes Strafrecht – das die sexuelle Selbstbestimmung einer jeden/ eines jeden schützt, steht endlich an – und muss von uns allen eingefordert werden.
Der aktuell in Berlin diskutierte Gesetzentwurf zur Sexualstrafrechtsänderung sieht auch nach den Ereignissen von Köln nicht vor, dass ‚Nein heißt nein‘ gelten soll. Der Entwurf  ist kein Paradigmenwechsel hin zu einem voraussetzungslosen Schutz der sexuellen Selbstbestimmung.
Es liegt an uns, dafür Sorge zu tragen, dass unsere Stimmen in Berlin gehört werden müssen.


Was können Sie tun?

Unterzeichnen Sie die bereits 2015 aufgelegte Petition – ‚Nein heißt nein‘ und verbreiten Sie diese weiter.

 

Sie finden sie unter: https://www.change.org/p/heikomaas-schaffen-sie-ein-modernes-sexualstrafrecht-neinheisstnein