GRENZEN ACHTEN! und Wormatia starten mit Stadionaktion in die nächste Runde

 

Am 28. Februar hieß es nicht nur Daumendrücken für das erste Spiel der Männermannschaft des VfR Wormatia 08 Worms nach der Winterpause. Auch GRENZEN ACHTEN! ging in die nächste Runde. Die Spielerinnen der Frauenmannschaft verteilten unter den ZuschauerInnen Postkarten, Flyer und Rote Karten gegen Belästigung im öffentlichen Raum. Viele hatten schon im Vorfeld von der Kampagne gehört. Vor Allem die neuen Trikots der Frauenmannschaft mit der Aufschrift „GRENZEN ACHTEN! gegen Sexualisierte Anmache“ kamen bei den Fans gut an.

 

Vor Anpfiff sprachen Dorothea May (Abteilungsleiterin Frauenabteilung und Spielerin), Lisa Diesperger (Spielerin)und Benjamin Himmel (Spieler) über ihre Erfahrungen mit der Kampagne GRENZEN ACHTEN. Im Interview mit Stadionsprecher Rainer Sprinz berichtete Benjamin Himmel dass sich seit Kampagnenbeginn einiges verändert habe. Er kann nun besser verstehen, was in Frauen vorgeht, die tagtäglich Angriffen wie Hinterherpfeifen, Grapschen und Beleidigungen ausgesetzt sind: „Ich kann mich nun besser in mein Gegenüber hineinversetzten.“  Auf die Frage, wie man denn reagieren sollte antwortete er: „Wenn man mitbekommt, dass eine Frau sexuell belästigt wird, sollte man darauf aufmerksam machen. Das hilft eigentlich.“

 

Lisa Diesperger berichtete über ihre positiven Erfahrungen mit der Kampagne in ihrem Bekanntenkreis. Viele ihrer Freunde fragten nach, wollten sich informieren und mehr erfahren.  „Sie konnten sich mit dem Thema identifizieren, berichten auch darüber welche Formen von Belästigung sie selbst schon erlebt haben.“

 

Das ist auch Ziel von GRENZEN ACHTEN! Dorothea May betonte, die Kampagne könne nur anstoßen. „Uns ist wichtig, dass die Leute mal darüber nachdenken, sich Gedanken machen und sich dem Thema gegenüber offen zeigen. Wenn sie dann in der Öffentlichkeit etwas beobachten, greifen sie vielleicht eher ein und reagieren entsprechend. Die Kampagnenmacherinnen von Frauennotruf, Gleichstellungsstelle und
Kinderschutzdienst freuen sich über die positive Resonanz.   Im Anschluss wurde das Banner „Wir machen uns gegen Belästigung stark!“ ins Stadion getragen.

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Das Banner „Wir machen uns gegen Belästigung stark!“ wird ins Stadion getragen